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TO DO:
MICH FREUEN.

– im Dezember –

»Freut euch!«
Diese Aufforderung ist mir in den letzten Tagen vor Weihnachten stark haften geblieben.
Steht so oft in der Bibel. Ganz besonders bekannt die Stelle aus der Weihnachtsgeschichte, als Engel den Hirten auf dem Feld begegnen und ihnen diese Worte zusprechen:

»Freut euch!«

»Freut euch!« – in der Grammatik spricht man hier von einer Befehlsform.

»Freut euch!«, eine Aufforderung.

»Freut euch!«, ein Befehl.

Wie seltsam irgendwie, jemandem so einen Befehl mitzugeben.

»Freut euch!«

Wie immer, wenn mich etwas stark beschäftigt, stelle ich mir Fragen dazu.

»Freut euch!« – wie sieht das überhaupt aus?

Wie freut man sich?

In meinem Kopf verbinde ich »Freude« immer direkt mit lachenden Gesichtern.

Aber kann Freude auch anders aussehen?

Kann Freude auch »still« sein?

Stiller als Lachen?

Kann Freude leise klingen?

Muss Freude unbedingt einen Ton von sich geben?

Kann Freude auch still und heimlich sichtbar sein?

Kann Freude auch einfach nur sein?

Ich hab keine Antwort darauf,

keine auf die Fragen, die ich mir darüber stelle

und keine darauf, was genau mich eigentlich an dieser Aufforderung so beschäftigt.

Dieser Text liefert keine Antworten,

er liefert nur Fragen, und die päckchenweise.

Befinde mich da mitten im Gedankenprozess,

aber wie es ja so gerne zitiert wird:

»Der Weg ist das Ziel«.

Bin unterwegs!

Irgendwas daran fasziniert mich

und ich will weiter mit diesen Gedanken auf Reisen gehen.

Bis ich eine Antwort darauf gefunden habe,

bis danach,

oder bis auch nicht,

solange schreibe ich es mir einfach auf meine To-Do-Liste:

»Ich will mich freuen.«

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